Warum kluge Männer monogam sind

Warum kluge Männer monogam sind
Schreibt das Magazin des Tagesanzeigers am 18.04.2010
Es ist erwiesen: Je höher der IQ, desto treuer ist der Mann sexuell. Vermutungen über eine evolutionspsychologische Studie aus England.

Dumm fickt gut, sagt eine schöne alte Redensart. Wenn der Umkehrschluss daraus «Klug fickt schlecht» oder zumindest «Klug ist schwer ins Bett zu kriegen» ist, so hat ihn der englische Evolutionspsychologe Satoshi Kanazawa von der London School of Economics vielleicht soeben bewiesen. Seine Studie, im März in «Social Psychology Quarterly» publiziert, will belegen, dass höhere Intelligenz tendenziell zu bestimmten Werthaltungen und Verhaltensformen führt. Man kann demnach am IQ eines Menschen beispielsweise ablesen, zu welcher politischen Einstellung er im Durschnitt tendiert und ob er an Gott glaubt. Und ob er in der Liebe für den Wechsel ist oder nicht. Was Politik und Übersinnliches betrifft, gibt es keine Überraschungen: Je höher der IQ, desto links und desto atheistisch — dies sagen die Zahlen. Der Datensatz, den Kanazawa interpretierte, ist eine amerikanische Langzeitstudie mit 15 000 Teilnehmern. Dabei kamen jene, die sich als junge Erwachsene als «sehr konservativ» einstuften, auf einen IQ von 95, also fünf Punkte unter dem Durchschnitt, während diejenigen, die sich für «sehr liberal» hielten, 106 IQ-Punkte erreichten («liberal» im amerikanischen Wortsinn, also «progressiv» für Europäer). Als «überhaupt nicht religiös» betrachteten sich Testpersonen mit einem durchschnittlichen IQ von 103, die Selbstbeschreibung «sehr religiös» hingegen fand Zustimmung bei einer Gruppe mit einem mittleren IQ von 97 Punkten. Erstaunlicher als diese Resultate ist Kanazawas dritter Befund: «Je höher die Intelligenz der Befragten, desto grösseren Wert legen sie auf sexuelle Treue.» Das gilt allerdings nur für Männer: Bei Frauen fand sich kein Zusammenhang zwischen IQ und Partnerwahlverhalten. Die Erkenntnis aus London wird für viele Männer tröstlich sein, vor allem wenn sie klug und sexuell erfolglos sind, denn wenige monogame Männer sind mit Begeisterung monogam. Andere, die als klug gelten dürfen und trotzdem gerne seitenspringen, werden mitleidig lächeln. Dritte, dumm und promiskuitiv, werden zu ihrem Glück gar nicht verstehen, worum es hier geht. Aber angenommen, die Sache stimmt: Warum ist das so? Warum sind kluge Männer eher monogam? Bevor wir zur wissenschaftlichen Erklärung kommen, hier eine Handvoll Common-Sense-Thesen, blosse Vermutungen, herbeigedacht, herumgefragt und zusammengegoogelt: — Je intelligenter der Mann, desto niedriger sein Sexualtrieb. Eine Ansicht, die man des Öfteren von (intelligenten, erfahrenen) Frauen hören kann, nie von Männern. Hoffentlich haben sie unrecht. — Je intelligenter der Mann, desto höher auch seine Neigung zu Selbstzweifeln, Unsicherheit und psychischer Labilität. Nur Dummköpfe sind von sich selbst überzeugt. Der kluge, labile Mann sucht deshalb Halt in einer festen Partnerschaft. Der potenzielle psychische Schaden (an ihm selbst), der beim Fremdgehen droht, ist ihm zu hoch. Ein Gegenbeispiel zu dieser These ist allerdings Roger Federer: extrem selbstsicherer Mann, ziemlich kluger Mann und (vermutlich) äusserst monogamer Mann. — Intelligente Männer sind smart genug, um bei so sensiblen Befragungen keine ehrliche Antwort zu geben, selbst wenn der Test anonym ist. — Intelligente Männer haben immer so viel zu tun. Intelligente Männer sind bis Mitte zwanzig in der Ausbildung, heiraten erst Mitte dreissig und haben sich bis dahin ein wenig umgeschaut. Wenn sie dann die fünfzehn Jahre bis zur Scheidung treu leben, betrachten sie sich als monogam. Dümmere Männer müssen dagegen früher arbeiten, früher Verantwortung übernehmen, und sie heiraten auch früher. Alles kein Spass. Sie versuchen gar nicht erst, treu zu sein. — Je intelligenter der Mann, desto grösseren Respekt hat er gegenüber persönlichen Verpflichtungen und moralischen Normen. Dies entspricht dem Ideal einer (männlichen) Elite, wie sie sich einige Philosophen vergangener Jahrhunderte erdachten. Schöne Idee. Statistisch vielleicht sogar signifikant, scheint diese Regel in der Realität aber vor allem aus Ausnahmen zu bestehen. — Je intelligenter der Mann, desto mehr Wert legt er auf finanziellen Erfolg. Affären sind in der Regel sehr kostspielig (Flugtickets, Hotels, Schmuck, Blumen) und führen oft sogar in den finanziellen Ruin (Scheidung, Alimente). — Intelligente Männer gehen klug vor bei der Partnerwahl und wählen Frauen aus, mit denen sie sich auch nach etlichen Jahren nicht langweilen. Eine frustrierende Variante dieser These lautet: Kluge Männer sind in der Lage einzusehen, dass es die perfekte Frau nicht gibt. Also bleiben sie bei der, die sie haben. — Intelligente Männer haben oft eine geringe Selbstsicherheit und Selbstverständlichkeit im Umgang mit Frauen. Sie flirten selten, und tun sie es doch, dann mit wenig Effizienz. Oft sind sie zudem erstaunlich unfähig, Avancen von Frauen als solche zu erkennen. Während dümmere Männer in ihrer Plumpheit nach dem «Ja» in jedem «Nein» suchen, übersehen intellektuellere Männer durch ihre Zögerlichkeit jede versteckte Andeutung. — IQ-Tests messen eine bestimmte Art von Intelligenz. Um Frauen zu verführen, braucht man eine andere.
Intelligenz mag Herausforderungen Die Studie selbst erwähnt keinen dieser Gründe, was wohl für sie spricht. Die generelle Hypothese, von der Kanazawa ausgeht, lautet so: Je intelligenter ein Mensch, desto eher übernimmt er Werte und Verhaltensweisen, die für unsere Spezies entwicklungsgeschichtlich eine Neuheit, eine Herausforderung darstellen. So belegte der Forscher in einer früheren Studie einen Zusammenhang zwischen Intelligenz und Nachtaktivität. Spätaufsteher, die dafür gerne abends arbeiten, haben im Durchschnitt einen höheren IQ als Leute, die mit den Hühnern aufstehen und sich bei Dämmerung ins Bett legen. Letzteres entspricht höchstwahrscheinlich dem Verhalten unserer Vorfahren, die, nachdem sie in ihren Höhlen vergeblich nach dem Lichtschalter suchten, sich angewöhnten, ihren Biorhythmus der Sonne anzupassen. Nachtaktivität ist also eine evolutionäre Neuheit, in entwicklungsgeschichtlichen Dimensionen betrachtet, sozusagen der letzte Schrei beim Homo sapiens. Warum aber sind Liberalismus, Atheismus und Monogamie (für Männer) evolutionär neu? Kanazawa argumentiert zum einen, dass unsere Vorfahren einen natürlichen Hang zum Konservatismus hatten in dem Sinne, dass sie sich mit Vorteil um sich selbst und um ihre Familie und Sippe kümmerten. Die Interessen einer Vielzahl von Individuen zu berücksichtigen, die man nie gesehen hat und nie kennenlernen wird, ist eine evolutionär neue Verhaltensform. Linksliberale Politik, die auf Solidarität mit einer abstrakten Gemeinschaft beruht, läuft damit quasi unseren Urinstinkten zuwider. Dasselbe gilt, zum andern, für Atheismus. Religiosität ist nach evolutionistischer Betrachtung ein Nebenprodukt des menschlichen Drangs, auch dort einen Sinn wahrzunehmen, wo es keinen gibt, die «Hand Gottes» hinter Phänomenen zu erkennen, die sich anders nicht erklären lassen. Ständige Wachsamkeit, ständige Angst vor möglichen Bedrohungen führt zur ständigen Hypothesen-Bildung, zur ständigen bangen Frage «Was steckt dahinter?». «Menschen sind evolutionär dazu designt, paranoid zu sein, und sie glauben an Gott, weil sie paranoid sind», sagt Kanazawa. Moderner Atheismus widerspricht damit einer über Millionen von Jahren geformten, erfolgreichen menschlichen Verhaltensform. Nur intelligente Exemplare kriegen das hin.
Kluge Schlampen Damit ist auch klar, warum in der Befragung bei den Frauen keine Korrelation zu erkennen war zwischen Intelligenz und sexueller Treue. Während Polygamie für unsere männlichen Vorfahren mit dem evolutionären Vorteil der zahlreichen Nachkommenschaft verbunden war, wurden Frauen zu allen Zeiten für monogames Verhalten belohnt. Monogamie ist für Frauen keine evolutionäre Neuigkeit, für Männer schon. Ihr auf Vielweiberei programmiertes Gehirn zu beherrschen, gelingt den klugen Männern besser als den simplen. (Laut Theorie müsste nun allerdings bei Frauen umgekehrt Polygamie mit hohem IQ einhergehen — nennen wir es das «Kluge-Schlampen-Theorem». Dazu schweigt sich die Studie leider aus.) Abschliessend sei angemerkt, dass Herr Kanazawa als Enfant terrible der Evolutionstheorie gilt. Er hat in der Vergangenheit schon einige ebenso monströse wie unterhaltsame Thesen statistisch untermauert. In einem Aufsatz aus dem Jahr 2006 versuchte er nachzuweisen, dass die schlechte Gesundheitslage in gewissen (afrikanischen) Nationen keine Folge von Armut, sondern von geringerer durchschnittlicher Intelligenz ist. Später publizierte er Daten, die belegen, dass schöne Eltern eher Töchter zeugen (weil ihre Schönheit das Beste ist, was sie vererben können und weil Schönheit bei Frauen nützlicher ist als bei Männern) und dass Frauen generell immer schöner werden (eben weil Schönheit für sie so nützlich ist). Als Nächstes, so kündigt Satoshi Kanazawa in der aktuellen Studie an, möchte er den Zusammenhang von Intelligenz und Vegetarismus empirisch belegen.

Fossiles Wasser

Fossiles Wasser ist Wasser aus dem Erdinneren, welches nach dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand im Verlauf der Erdgeschichte nicht zu atmosphärischem Wasser oder Oberflächenwasser geworden ist oder nicht mit Oberflächenwasser oder atmosphärischem Wasser in Berührung gekommen ist. Dieses Wasser wurde während der Entstehung und Ausbildung der Erde im Inneren eingeschlossen und hat es seitdem nicht verlassen (weder in Form von Fluss- bzw. Seewasser noch als Regen, Schnee oder Eis).
Nach einer davon abweichenden Definition hat sich fossiles Wasser nicht beim Gesteinsbildungsprozess der Erde gebildet, sondern es ist Grundwasser und Wasser in Gesteinsklüften, das sich in Klimaperioden aus vorgeschichtlicher Zeit angesammelt hat. Es ist nicht in den derzeitigen atmosphärischen Wasserkreislauf einbezogen, wird aber heute mit Hilfe moderner Technik (Pumpen, Erdbohrungen) von den Menschen teilweise genutzt, ohne dass diese jahrzehntausend Jahre alten Vorräte erneuert werden. Die Grundwasserseen unter der Sahara etwa bestehen aus fossilem Wasser, aber auch tiefliegende Wasserschichten von großen Seen (z. B. Tanganjika-See) können als fossiles Wasser bezeichnet werden, wenn sie nicht in den temperaturabhängigen Wasserkreislauf einbezogen sind.
Zahlreiche der heute in ariden Gebieten vorhandenen fossilen Wasservorkommen stammen aus der letzten Pluvialzeit.

Mustererkennung

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Ein paar Fakten zum Wasser und zum Kilogramm

Bei welcher Temperatur ist das Wasser am schwersten? Bei 4°C.

Na ja, auch mal etwas, was du wahrscheinlich weisst. Die chemische Bezeichnung ist H2O. Es besteht also aus einer chemischen Verbindung von 2 Teilen Wasserstoff (H) und 1 Teil Sauerstoff (O).

Ursprünglich war ein 1 Liter Wasser das Urkilogramm. Die Dichte des Wassers ist weitläufig bekannt und variert natürlich je nach Temperatur. Bei 3.98°C ist die Dichte exakt 999,975 kg/m³.

Das aktuelle Urkilo ist ein Zylinder aus 90% Platin und 10% Iridium mit einer Höhe und einem Durchmesser von 39mm. Neben dem Versuch, mit der Wattwaage in der Schweiz eine Naturkonstante durch Ableitung vom Watt zu definieren, versuchen es andere Institute durch die Herstellung von Kugeln mit monokristallinem Silizium. Die Geometrie Kugel scheint prädestiniert (keine Ecken, keine Kanten, genau definierbare Anzahl Atome) für dieses Unterfangen und monokristallines Silizium ebenfalls.

Vortrag am ZEITGEIST Tag: Warum die Bankenkrise eine Krise der Geldordnung ist

Welche Tiere springen höher als ein zweistöckiges Haus?

Es müsste heissen: "Welche Tiere springen höher als ein zweistöckiges Haus ist?" Dann wäre die Antwort keine. In diesem Fall gibt es wohl viele Tiere, die höher springen, als ein Haus springt.

Deutsch für DU, mir hat's gehilft.

Der Aufbau einer Blüte (also ich hab ein paar Begriffe vergessen :-) )

Der Name der Rose

Welches Kloster diente als Kulisse für den Film aus dem Buch von Umberto Eco?

http://www.klostereberbach.de/html/5_klosterraeume/klosterraeume.html

Welche Königin trug wegen ihrer blutigen Verfolgung der Protestanten den Beinamen "Bloody Mary"?

Maria Tudor.

Die erste Bloody Mary wurde 1921[1] in der Harry's New York Bar in Paris von Fernand Petoit gemixt und bestand aus gleichen Teilen Wodka und Tomatensaft. Als Petoit in den 1930ern nach New York in die King Cole Bar des St. Regis Hotels kam, stellte er dort seinen Drink vor. Das Hotel wollte den Drink in Red Snapper umbenennen. Dazu kam es aber schließlich doch nicht. Petoit verfeinerte seine Kreation mit schwarzem Pfeffer, Salz, Tabasco und Worcestershiresauce, da ihm der Drink zu fad war. So entstand der amerikanische Klassiker. Ursprünglich wurde wohl in den USA statt Wodka Gin verwendet, da Wodka in Amerika nicht weit verbreitet war.
Es gibt verschiedene Vermutungen zum Ursprung des Namens:
  • Die Bloody Mary soll nach der englischen Königin Maria I. Tudor benannt worden sein. Diese hatte aufgrund ihrer blutigen Protestantenverfolgung im 16. Jahrhundert diesen Beinamen von ihrer Nachfolgerin auf dem Thron, Elisabeth I., erhalten.
  • Petoit selber soll gesagt haben, dass einer der „Jungs“ den Namen vorschlug, da dieser ihn an den Bucket of Blood Club in Chicago erinnere und an ein Mädchen dort namens Mary. Dieser Junge war kein geringerer als Ernest Hemingway, der diesen Drink seiner vierten Ehefrau Mary Welsh widmete.

Womit verdiente sich Sean Connery vor der Schauspielerei lange Zeit seinen Unterhalt?

Als Milchmann.

Wie hoch ist die mittlere Höhe der Antarktis (einschließlich des Inlandes)?

2300 m. Die mittlere Höhe von Europa ist übrigens 300 m.

In welchem US-Bundesstaat steht die Freiheitsstatue?

New Jersey.

Die amerikanische Freiheitsstatue (engl. Statue of Liberty, offiziell „Liberty Enlightening the World“, umgangssprachlich auch „Miss Liberty“ oder „Lady Liberty“) ist eine Statue im New Yorker Hafen auf Liberty Island zur Begrüßung von Einwanderern und Heimkömmlingen, die am 28. Oktober 1886 eingeweiht wurde. Sie war ein Geschenk Frankreichs an die Vereinigten Staaten und sollte ursprünglich 1876 zur Hundertjahrfeier der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776 vollendet werden.

Allgemeine Relativitätstheorie

Die allgemeine Relativitätstheorie (kurz: ART) beschreibt die Wechselwirkung zwischen Materie (einschließlich Feldern) einerseits und Raum und Zeit andererseits. Sie deutet Gravitation als geometrische Eigenschaft der gekrümmten vierdimensionalen Raumzeit. Die Grundlagen der Theorie wurden maßgeblich von Albert Einstein entwickelt, der den Kern der Theorie am 25. November 1915 der Preußischen Akademie der Wissenschaften vortrug. Zur Beschreibung der gekrümmten Raumzeit bediente er sich der Differentialgeometrie.

Die allgemeine Relativitätstheorie erweitert die spezielle Relativitätstheorie und geht für hinreichend kleine Gebiete der Raumzeit in diese über. Gleichzeitig ist sie eine Erweiterung des newtonschen Gravitationsgesetzes und enthält dieses als Grenzfall für hinreichend kleine Massendichten und Geschwindigkeiten.

Inzwischen wurde die allgemeine Relativitätstheorie ausreichend oft experimentell bestätigt, so dass sie als Gravitationstheorie allgemein anerkannt ist. Insbesondere hat sie sich bisher in der von Einstein formulierten Form gegen alle später vorgeschlagenen Alternativen durchsetzen können.

Spezielle Relativitätstheorie

Die spezielle Relativitätstheorie (kurz: SRT) ist eine physikalische Theorie über Raum und Zeit. Sie verallgemeinert das galileische Relativitätsprinzip der klassischen Mechanik, welches besagt, dass in allen relativ zueinander gleichförmig bewegten Inertialsystemen die gleichen physikalischen Gesetze gelten (Kovarianz), auf alle Gesetze der Physik. Die Theorie wurde ursprünglich vor allem zur korrekten Formulierung der Elektrodynamik eingeführt, sie betrifft jedoch auch die Kinematik und Dynamik aller Körper.

Als Kern der speziellen Relativitätstheorie wird der Artikel „Zur Elektrodynamik bewegter Körper“[1] aufgefasst, der 1905 von Albert Einstein nach wichtigen Vorarbeiten von Henri Poincaré und Hendrik Antoon Lorentz verfasst wurde. Da die Theorie sich mit der Beschreibung relativ zueinander bewegter Bezugssysteme befasst, wurde sie bald in Wissenschaft und Volksmund als „Relativitätstheorie“ bezeichnet. Als Einstein 1915 schließlich die Grundlage einer verallgemeinerten Relativitätstheorie veröffentlichte, benannte er seine ursprüngliche Arbeit in „Spezielle Relativitätstheorie“ um, weil diese in der allgemeinen Relativitätstheorie nur noch einen Spezialfall darstellt.

Iguassu Wasserfälle

Die Iguassu Wasserfälle liegen in einem Dreiländereck Paraguay, Brasilien und Argentien in Südamerika.

In welchem Jahr fand der Ungarnaufstand statt?

Mit dem Ungarischen Volksaufstand versuchten die Ungarn im Oktober 1956, sich von der sowjetischen Unterdrückung zu befreien. Der Ungarische Volksaufstand wird heutzutage in Ungarn als Revolution (forradalom) bezeichnet. Die damaligen kommunistischen Machthaber nannten ihn Konterrevolution (ellenforradalom). Er begann am 23. Oktober 1956 mit einer Großdemonstration in Budapest und endete am 4. November 1956 durch den Einmarsch der Roten Armee. Die Kämpfe gegen die Armee dauerten allerdings noch einige Wochen, im Gebirge sogar bis Anfang 1957.

Was ist ein Hendiadyoin? Erweitere dein Wissen...

Das Hendiadyoin (griechisch ἓν διὰ δυοῖν hen dia dyoin „eins durch zwei“) ist in der Rhetorik und Linguistik eine Stilfigur, bei der ein Begriff durch zwei Wörter mit (annähernd) derselben Bedeutung wiedergegeben wird. Wenn anstatt zweier drei Wörter verwendet werden, heißt es ein Hendiatris.

Das Hendiadyoin ist oft ein feststehender Ausdruck, also eine so genannte Zwillingsformel. Dabei ist in manchen Fällen eins der beiden Wörter allein heute ungebräuchlich (frank [und frei], rank [und schlank], klipp [und klar]). In Abgrenzung zur Tautologie bilden beim Hendiadyoin die beiden Wortbestandteile zusammen erst die eigentliche Bedeutung des Ausdrucks (beispielsweise „Hab und Gut“ für „Besitz“). Bei der Tautologie besitzen dagegen die beiden Wortbestandteile auch schon für sich allein genommen die gleiche Bedeutung wie der gesamte Ausdruck, der als Ganzes in der Regel nur eine rhetorische Verstärkungsfunktion erfüllt (beispielsweise „Art und Weise“).

Hendiadyoine kommen in unterschiedlichen Formen vor:

  • als phraseologische Verbindung zweier Synonyme (Spezialfall der Synonymik, Abgrenzung zur Tautologie häufig schwierig), wie bei „Grund und Boden“, „nie und nimmer“
  • als phraseologische Verbindung zweier ähnlicher Begriffe, die beide zusammen einen gemeinsamen (neuen) Begriff bezeichnen (beispielsweise „Feuer und Flamme“)
  • als beiordnende Verbindung zweier Substantive, die beide zusammen einen einzigen Gegenstand bezeichnen (wie „Haus und Hof“)
  • wobei das eine dem anderen logisch untergeordnet sein kann (also „von Tellern und Silber essen“ statt „von Silbertellern essen“)

Auch in der Rechtssprache fassen hendiadyoinische Paarformeln häufig zwei eng verwandte, aber doch zumindest historisch oder formal zu unterscheidende Begriffe zu einem Topos zusammen.

Auffällig sind alliterative Hendiadyoine, bei denen die Paarwörter mit dem gleichen Buchstaben oder Laut beginnen.

Quelle: http://de.wikipedia.org, 11.06.2009

Wer spricht okzitanisch?

Okzitanisch (okzit. occitan [utsiˈtɒ] / lenga d'òc [lɛŋgoˈdɔk], frz. occitan / langue d'oc) ist eine galloromanische Sprache, die im südlichen Drittel Frankreichs sowie in Randgebieten Italiens (piemontesische Alpen) und Spaniens (Val d’Aran in Katalonien) gesprochen wird. Die Sprache wird nur in der Region Val d’Aran (Katalonien, Spanien) als Amtssprache verwendet (in ihrer lokalen Form, dem Aranesischen), auf französischem Gebiet ist hingegen ausschließlich Französisch Amtssprache.

Der Name ist abgeleitet von òc, dem okzitanischen Wort für „ja“, das aus dem lateinischen Bejahungspartikel hoc entstand. Unter den galloromanischen Sprachen werden die Varietäten des Okzitanischen als langue(s) d'òc abgegrenzt von der/den langue(s) d’oïl Nordfrankreichs, den Varietäten des Französischen im weiteren Sinne. Letztere sind nach dem altfranzösischen Wort oïl für „ja“ benannt, das aus dem lateinischen hoc ille entstand und im Mittel- und Neufranzösischen zu oui wurde. Von der Sprachbezeichnung langue d'oc kommt auch der Name für die Region Languedoc, die nur ein Teil des okzitanischen Sprachgebietes ist.

Die heutige Bezeichnung okzitanisch wurde im Deutschen übernommen aus okzitanisch occitan bzw. französisch occitan, die ihrerseits Neologismen des 19. Jahrhunderts sind. Sie gehen zurück auf die seit dem Beginn des 14. Jahrhunderts belegten mittellateinischen Wortformen des Typs lingua occitana oder occitanica, die auf die lateinische Amtssprache beschränkt blieben, im Unterschied zu lat. lingua oc (langue d'oc) aber keine Entsprechung in den Volkssprachen besaßen und gegen Ende des Mittelalters ganz außer Gebrauch kamen, um erst seit dem 17. Jahrhundert wieder im Latein einiger weniger Gelehrter aus der Beschäftigung mit mittelalterlichen Handschriften wiederbelebt zu werden. Nach deren Vorbild erscheinen dann auch im Französischen zu Beginn des 19. Jahrhunderts vereinzelte Belege für occitan (1819) und occitanique (1802), aber erst mit der programmatischen Wiederbesinnung auf eine „okzitanische“ Kultur und Sprache, besonders seit der Gründung der Ligue Occitane von 1897, konnte sich das Wort occitan im Sprachgebrauch etablieren.

Der Sache nach findet sich die Einteilung der romanischen Sprachen anhand ihrer Bejahungspartikel bereits bei Dante Alighieri, der in seiner Schrift De vulgari eloquentia („Über die Beredsamkeit in den Volkssprachen“) anhand der Bejahungspartikel sì, òc und oïl drei Hauptzweige der romanischen Sprachen unterschied. Dabei bestimmte er allerdings sì (von lateinisch sic) ausschließlich als Merkmal des Italienischen, unter Vernachlässigung des ihm wahrscheinlich wenig bekannten Spanischen (Kastilischen), während er die Sprecher der lingua oc wiederum als „Spanier“ (Yspani) bezeichnete (Dve I, viii, 5), dies wohl aufgrund der Zugehörigkeit speziell der Katalanen zum Okzitanischen, obwohl er in seiner Schrift im weiteren dann hauptsächlich südfranzösische und nicht etwa katalanische oder „spanische“ Trobadors als Vertreter für Dichtung in der lingua oc anführt.

Hier ein paar Happen der Sprache:
http://wapedia.mobi/de/Okzitanische_Sprache

Quelle:
http://de.wikipedia.org, 11.06.2009

Urenkel von Johann Sebastian Bach

Welcher Komponist ist nach relativ neuen Erkenntnissen der Musikforschung der Ururenkel des Leipziger Thomaskantors Johann Sebastian Bach? Antonin Dvorak!